Andreas Greil verlässt Spiegelau

Andreas Greil verlässt den TSV Spiegelau (Fupa.net, Werner Grübl)
Andreas Greil verlässt den TSV Spiegelau (Fupa.net, Werner Grübl)

Im Sommer 2009 wechselte Andreas Greil als Spielertrainer zum TSV Spiegelau. Der technisch versierte Linksfüßler, der früher unter anderem beim 1. FC Bad Kötzting, der DJK Vilzing und dem 1. FC Miltach kickte, führte die Spiegelauer Fußballer zurück in die Erfolgsspur, denn der Traditionsverein dümpelte seinerzeit in den Niederungen der A-Klasse herum.

„Ich habe den Verein in einer sehr schwierigen Situation übernommen. Zusammen mit dem damaligen Abteilungsleiter Mario di Prospero haben wir eine schlagkräftige Mannschaft aufgebaut, die vor allem immer einen ansehnlichen Fußball gespielt hat und immer noch spielt“, erklärt Andreas Greil, der am Osterwochenende seinen Rücktritt zum Saisonende erklärt hat. Die Krönung seiner Spiegelauer Zeit blieb dem aus dem TSV Böbrach hervorgegangenen Spielercoach allerdings verwährt. In der Vorsaison wurde man „nur“ Dritter, obwohl man sich den Sprung in die Kreisklasse zum Ziel gesetzt hatte. „Das haben wir uns selbst vermasselt“, klagt Greil im Nachhinein. Nach dem verpassten Aufstieg verließ Top-Spieler Michael Friedl den Verein, „Denkmal“ Vaclav Mares kam in der laufenden Runde nur mehr sporadisch zum Einsatz und beendete seine Laufbahn in der Winterpause nun endgültig. „Gegenüber der Vorsaison ist uns die halbe Stammmannschaft weggebrochen. Deshalb reicht es heuer nur zu einem guten Mittelplatz“, analysiert Greil, der mit seinem Gefolge in der A-Klasse Freyung-Grafenau derzeit auf den siebten Tabellenplatz rangiert.

„Fünfter möchten wir noch werden“, verrät Greil, der seine Zeit bei den Glasmachern aber so und so in guter Erinnerung behalten wird. „Die Jungs und das Umfeld sind mehr als in Ordnung. Trainingsfleiß, Kameradschaft und Vereinsführung sind vorbildlich. Mein Nachfolger darf sich glücklich schätzen“, meint der in Regen lebende Versicherungskaufmann. Dem Fußball wird der Blondschopf möglicherweise erhalten bleiben. „Ich habe mit noch keinem anderen Klub gesprochen. Wenn eine interessante Anfrage kommt, werde ich mich aber damit auseinandersetzen. Ick kann mir gut vorstellen, dass ich nur mehr als Trainer arbeite und nur mehr im Notfall die Fußballschue schnüre. Irgendwann muss man nämlich jüngere Akteure ran lassen“, schmunzelt der 37-jährige Chefanweiser. Der TSV Spiegelau wird derweil die Suche nach einem neuen Übungsleiter in Angriff nehmen.

(c) FuPa.net, Thomas Seidl (Redaktionsleiter Niederbayern)

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