Kickboxer des TSV Spiegelau in Bulgarien auf dem Siegerpodest

Riesenerfolg für den Kickboxer Robert Knödlseder vom TSV Spiegelau: bei den Europameisterschaften in Varna holte er sich in der Gewichtsklasse bis 84 kg die Silbermedaille und im Teamwettbewerb sicherte er sich mit der deutschen Mannschaft die Bronzemedaille!

Robert KnödelsederDie beiden Medaillen bildeten einen schönen Abschluss anstrengungsvoller Wochen der Trainingsvorbereitung incl.  notwendiger Turnierteilnahmen.

Dazu starteten die Bayerwaldkämpfer nach dem Trainingslager Anfang September zuerst bei den Int. Belgien-Open in Beveren. Während Robert Knödlseder bereits in der Vorrunde eine Niederlage akzeptieren musste, konnte sich Nicole Blab bis ins Finale vorkämpfen und sich da nach einer Niederlage den 2. Platz sichern.

Beim Hessencup und den Italien Open konnte man die Bayerwaldfighter erneut auf dem Siegerpodest finden; aus Butzbach kehrten sowohl Nicole Blab als auch Robert Knödlseder als Zweitplatzierte nach Hause und in Italien konnte sich Robert Knödlseder als Drittplatzierter für das „Stockerl“ qualifizieren.

Zum Abschluss ihrer Vorbereitung stand der Deutschland-Pokal in Biedenkopf auf den Turnierplan der Bayerwaldfighter. Während Knödlseder seine bestechende Form beweisen konnte und sich überlegen den Turniersieg sicherte, musste Blab im Finale eine vermeidbare Niederlage hinnehmen und sich mit dem 2. Platz begnügen.

Eine Woche später folgte dann der Höhepunkt in Bulgarien: Robert Knödlseder und Nicole Blab flogen gemeinsam mit der Nationalmannschaft zur Europameisterschaft nach Varna.

Leider brachte der erste Wettkampftag für die Bayerwaldkämpfer nicht nur Positives; nachdem  sich Robert Knödlseder sicher und überlegen bis ins Halbfinale vorkämpfen konnte, wollte es seine Mannschaftskollegin, Nicole Blab, ihm gleichtun, verlor jedoch bereits in der 1. Runde gegen die Griechin Bourdala trotz Führung kurz vor Schluss noch knapp und schied somit leider vorzeitig aus.

Im Halbfinale traf der Deutsche dann auf den mehrfachen Weltmeister Svonco Gribl aus Kroatien, dem er sich bis dato bei jedem Aufeinandertreffen –wenn z. T. auch nur knapp- geschlagen geben musste. In einem Kampf, in dem beide Athleten Kickboxen der Spitzenklasse zeigten, gelang es keinen, sich einen entscheidenden Vorteil zu sichern, so dass nach 3 Runden a 2  Minuten die anschließende Verlängerung benötigt wurde um eine Entscheidung herbeizuführen. Hier gelang es letztlich Knödlseder, sich einen Punktevorsprung von 2 Punkten zu erarbeiten, den er sich auch nicht mehr nehmen ließ und somit zog er nach 2006 erneut ins Finale der Europameisterschaft ein.

Im Finalkampf gegen den jungen Ungarn, Kristian Jaroszkievicz, zeigte er, dass er zu Recht um Gold kämpfte; mit schnell und präzise vorgetragenen Faust- und Fußtechniken verbuchte er seine Punkte. Aber auch der Ungar zeigte seine Klasse und so entwickelte sich ein extrem spannender, weil ausgeglichener Kampf, in dem es in den ersten Runden keinen der beiden Kämpfer gelang, sich abzusetzen. In Runde 3 gelang es dann dem Ungarn, sich einen Vorsprung von 2 Punkten zu erarbeiten und jetzt zeigte sich, dass er trotz seiner Jugend bereits sehr viel Erfahrung mitbringen konnte denn egal was Knödlseder auch versuchte, Karoszkievicz schaffte es mit allen fairen aber auch weniger fairen Mitteln, den Deutschen auf Distanz zu halten, so dass es für den Spiegelauer nicht mehr möglich war, den Punktevorsprung aufzuholen.

Somit musste sich Robert Knödlseder mit der Silbermedaille zufrieden geben; obwohl am Anfang die Enttäuschung ziemlich groß war, setzte sich später doch die Freude über das Erreichte durch; das Minimalziel, ein Platz auf dem Stockerl wurde mit Platz 2 wieder deutlich erreicht. Auch wenn er seinen EM-Titel aus 2006 nicht verteidigen konnte, aber blickt man auf die WM-/EM-Ergebnisse der letzten 5 Jahre zurück, so hat sich der Spiegelauer immer für das Siegerpodest qualifizieren können und sich somit zu einem der erfolgreichsten deutschen Kämpfer entwickelt.

Eine weitere Enttäuschung folgte bei den Mannschaftskämpfen; auch der Titel des Teameuropameisters konnte nicht verteidigt werden. Deutschland verlor hier nach einem Freilos sowie einen klaren Sieg im Viertelfinale gegen Russland im Halbfinale gegen die erneut sehr starken Ungarn, welche sich später im Finale gegen Italien den Titel sichern konnten. Deutschland belegte hier mit den Engländern den dritten Platz.

Nachdem in den nächsten Wochen der Schwerpunkt der Taekwon-Do-Kämpfer im traditionellen Bereich liegen wird, haben die Bayerwaldkämpfer genügend Zeit, sich zu aktiv zu entspannen, locker zu trainieren um dann gleich zu Beginn des neuen Jahres konzentriert und motiviert in die Vorbereitungen für die nächste Kickboxsaison starten zu können.

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